POLITIK · 6. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Amtseid und Wirklichkeit: Was Politiker versprechen – und was sie liefern

Der Amtseid der Bundesregierung – und die Bilanz 2026

Amtseid der Bundesregierung – Grafik zum Vergleich von Versprechen und politischer Bilanz 2026

"Ich schwöre, meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren, Schaden von ihm zu wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes zu wahren und zu verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft zu erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben. So wahr mir Gott helfe." Diesen Satz sprechen alle Mitglieder der Bundesregierung bei ihrer Vereidigung. Er steht im Grundgesetz. Er ist kein Ritual – er ist ein Versprechen. Wie gut dieses Versprechen bisher eingelöst wurde, zeigt die folgende Bilanz.

Worte verpflichten – die Wirklichkeit zählt

Die Grafik vergleicht die sechs Versprechen des Amtseids mit ausgewählten Kennzahlen aus zwölf Politikfeldern. Das Ergebnis ist ernüchternd: Sieben von zwölf Bereichen wurden mit "Nicht erfüllt" bewertet, drei mit "Teilweise erfüllt", einer mit "Überwiegend erfüllt".

Was wäre vernünftig?

🔴 Sieben von zwölf Politikfeldern "Nicht erfüllt": Das ist keine Bilanz, die man mit Verweis auf schwierige Zeiten wegdiskutieren kann. Der Amtseid ist keine Absichtserklärung – er ist eine Verpflichtung.

Fazit

Der Amtseid ist ein Versprechen. Die Wirklichkeit ist seine Bilanz. Wer schwört, muss auch liefern.